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 Am 17.10 lud man zum HALF and A NIP-Festival im hannoveranischen Musikzentrum. Ein Festival-Gemisch aus Hardcore und Oi/Punk, das sowohl jung als auch alt zum Stiefel schnürren und Pogo animierte. Der Beginn war um 18h, wo wir aber noch auf der A2 rumgefahren sind und ergo allerlei Bands wie die beiden Hannoveraner Bands Bulls Eye und No Time Left, sowie die wetzlarer Oi-Institution Ghostbastardz. Irgendwann angekommen, überzeugte die Location vom Erscheinen sofort (große Bühne, Balkon etc.), der Sound jedoch, war unter aller Sau, so dass man The Janitors (Oi-Punk aus Frankreich), nur spärlich verstehen konnte. Die Fans gingen dennoch schon mal ab, pogten sich warm und genossen das ein oder andere isotonische Getränk. Auch bei den nächsten Heimspielern, Lion Shield, wurde der Sound wahrlich nicht besser. Die verhältnismäßig große Bühne nutzte der Sänger zum rumlaufen, wenig Ansagen ließ man verlauten, dafür war ja auch die Musik da. Auch wenn ich abermals nicht viele Worte verstand, englischer Gesang und mieser Mix können jedes Konzert vermiesen, hatte ich sichtlich Spaß mit den Jungs, die musikalisch in Richtung der 80iger Oi-Jahre Englands gehen. Verlorene Jungs aus NRW hatten es zum Glück ein wenig besser. War es auch Anfangs scheinbar ein ziemliches Problem rauszufinden das alle Mikrophone dieselbe Lautstärke haben sollten, passte nach 3-4 Songs dann doch halbwegs der Sound. Überraschenderweise fanden hier die Leute sehr viel Gefallen an den neuen Stücken der EP: „Runde 8“, welche scheinbar mit durchweg schlechter Kritik zu kämpfen hat. „Ruhe nach dem Sturm“ bspw. war live ein wunderbares Brett, das sich allein von dem Gitarrenspiel her sehr abgehoben hat, im Vergleich zur Studioversion. Mag es auch immer am Abschied vom früheren Sänger Ole gelegen haben, merkt man spätestens nun, dass sich diese Band neufinden muss, wird, wenn nicht unlängst bereits getan hat. Auch wenn die ein oder andere, punkabweichende, musikalische Darbietung dem Publikum erspart(???) blieb, so merkt man doch langsam, dass die Band neue Wege geht, aber auch alte Klassiker wie „Gekreuzte Hämmer“ bzw. Wurzeln, in Form vom Slime-Cover „Untergang“, nicht vergisst. Mit Evil Conduct aus den Niederlanden, folgte der Headliner, welcher von erster bis fast letzter Note pausenlos gefeiert wurde. Der Pogokreis erreichte seinen Höhepunkt, lauthals gröhlte man zu Songs wie „Down the Pub“, „No Pain No Gain“ oder „King of Kings“ mit und genoss einen schönen Abend unter Gleichgesinnten. Zum Schluss hin merkte man leider das die Uhr unlängst weit gen Nacht zeigte und viele Fans, der Nacht Tribut zollen mussten, so waren die „Zugabe-Rufe“ zwar gewollt, doch eher spärlich. Jedoch musste man dem Publikum, die einen 6-8h Musikmarathon hier hinter sich hatten, auch ein Stück verstehen. Nach den letzten Songs wurde dann zu Ska/Oi-Songs das Tanzbein geschwungen, die letzten Biere getrunken und man ließ die Nacht zum Tage machen. Wiedermal ein schönes Konzert. Gruß an Verlorene Jungs, Ani, Sebi, Britta,Fridge und wen ich jetzt wiedermal vergaß
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